studilux – Das Magazin für akademische Bildung


BAFöG: Ein Antrag auf mehr Unterstützung

15. April 2010, Kein Kommentar → Von: Vera Kategorie: Allgemeines, Finanzierung, Pressemitteilung, Studium

Nachdem Simone bereits ein paar Mal über das BAFöG gebloggt hat, weist der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde auf die Verortung des BAFöG im Förderungssystem hin:  das BAFöG spiele eine absolute Schlüsselrolle bei der Unterstützung von einkommensschwachen Studenten. Vor allem weist Meyer auf der Heyde darauf hin, dass die Gelder die mit einem Stipendiensystem verteilt werden, oft nicht die Studenten erreichen, die Unterstützung im Studium wirklich nötig hätten.

Ich denke, hier wird ein wichtiger Aspekt angesprochen, der gewissermaßen einen blinden Fleck im Stipendiensystem aufzeigt. Jene Studenten, die hervorragende Leistungen bringen und somit für Stipendien in Frage kommen, sind mit überwältigender Mehrheit nicht diejenigen, die wirkliche finanzielle Hilfe benötigen. Hier gibt es sicherlich auch Ausnahmen, aber es scheint offensichtlich, dass mit der Mehrbelastung durch die Studiengebühren ein Stipendiensystem aufgebaut werden müsste, dass mehr als nur „Ausnahmen“ abdeckt.

Es darf nicht vernachlässigt werden, dass sehr gute Leistungen oder auch besonderes Engagement Zeit benötigt. Zeit, die von den ein oder zwei Nebenjobs aufgefressen wird, mit denen sich der/die Student/in das Studium finanziert.

Es kann also nicht sein, dass immer nur auf Stipendien verwiesen wird, wenn es um die Finanzierung des Studiums geht. Wichtiger als die schlichte Existenz einer Unterstützungsmöglichkeit ist die Frage, wen diese überhaupt erreicht.

Das Grauen der Erstsemester

14. April 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Abitur, Erstsemester und Studienbeginn, Studium

Erinnern wir uns nicht alle gern zurück an die Zeit, als das Abitur endlich geschafft und jede Menge Partys und Freizeit in Aussicht standen? Tja, die ging wohl ziemlich schnell vorbei.
Kaum wagt man sich dann an etwas neues und fängt an zu studieren, muss man wieder ganz von vorne beginnen. Während in der Schule die Kleinen noch zu uns hoch sahen (jedenfalls bildete man sich das gern ein) und die Lehrer, zumindest manche, schon fast zu Kumpels wurden, ist jetz alles wieder anders. Das erinnert mich schon sehr an die Zeit als Erstklässler, als man so gar nicht wusste, was da auf einen zukommt.
Die alten Bummelstudenten schauen dich mitleidig an, wenn du den richtigen Raum suchst oder nach einigermaßen aussagekräfigten Informationen Ausschau hälst. Es überkommt einen das Gefühl, dass das erste Aussieben von Studenten nicht mit den Prüfungen, sondern schon mit dem ersten Tag des Semesters beginnt. Nur wer sich in dem ganzen Quaos zurecht findet, kommt durch.
Erst mit der Zeit begreift man dann auch, dass es allen so geht und man wenigstens nicht allein ist, mit seiner Orientierungslosigkeit. Letzendlich vergeht die Zeit als Erstsemester schneller, als man glaubt. Wie im übrigen auch die darauf folgenden Semester. Leider gilt das aber auch für die schöne Zeit, vor allem während der Semesterferien. :D

Forschung und Leere

08. April 2010, Kein Kommentar → Von: Vera Kategorie: Allgemeines, Pressemitteilung, Studium

Eigentlich eine grundlegende Frage, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) an Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Prof. Dr. Andreas Schlüter und Prof. Dr. Reinhard Putz gestellt hat: Was ist gute Lehre?

Dennoch wird sie in der aktuellen Debatte um die Studiengangsrefomen und ihre etwaige Nachbesserung kaum gestellt. Dabei ist die Lehre doch der Teil des universitären Betriebes, der Studenten am meisten betrifft, wo Verbesserungen am ehesten gespürt werden, Schlampereien am meisten schmerzen und die viel beschworene Exzellenz zu Hause sein sollte. Wenn nicht hier, wo sonst?

Anscheinend ist sie aber eher in DFG-Symposien, Forschungslaboren und dem stillen Kämmerlein daheim, in dem das letzte brillante Buch des Germanistikprofessors der Elite-Universität geschrieben wurde.
Wenn Gelder verteilt werden, zählen Drittmittelanträge für Forschungsprojekte und die Anzahl von Publikationen. Wen interessiert es aber, ob derjenige der so großartig viel* publiziert auch eine tolle Lehre betreibt?

Hier ist eindeutig in Vergessenheit geraten, dass gute Aufsätze noch keinen guten Dozenten ausmachen müssen. Die Einheit von Forschung und Lehre heißt aber, dass das eine notwendig das andere bedingt, dass Forschung ohne Lehre nicht sein kann.

Es wäre schön, wenn die jetzige Diskussion sich mehr darum bemühen würde, diesen Humboldt’schen Standpunkt, der auch im hohen Maße ein studentischer ist, zu berücksichtigen.

* und von mir aus auch inhaltlich großartig, obwohl das in diesen Erhebungen ja grundsätzlich egal zu sein scheint.

studilux sucht einen Designer!

08. April 2010, Kein Kommentar → Von: Vera Kategorie: Design, Karriere, Praktikum und Job, Team

Lust darauf, die Seiten zu wechseln und aktiv bei studilux mitzuwirken?

studilux sucht ab sofort einen Designer mit folgendem Profil:

Aufgaben:

•    Gestaltung und Umsetzung von CI im Print- und Webbereich

•    Erstellung von Templates für Webseiten / Newsletter (CSS)

•    Erstellung von Bannern, Logos, Grafiken, Icons etc.

Voraussetzungen:

•    Sehr gute Kenntnisse in Photoshop, Illustrator, CSS und HTML

•    Engagement, eigenverantwortliche und zielgerichtete Arbeitsweise

•    Alle Studiengänge

Wir bieten:

•    Einen modernen Arbeitsplatz in einem jungen und dynamischen Team

•    Sehr viel kreativen Freiraum für eigene Ideen

•    Praktische Einblicke in die Abläufe eines Startup-Unternehmens

•    sehr gute Bezahlung

•    Zeugnis

Dieses Angebot kann als ein Unternehmenspraktikum oder als Nebenjob realisiert werden.

Start: zum nächstmöglichen Termin

Wir freuen uns auf Deine aussagekräftige Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf und Referenzen.

Schick Deine Bewerbung bitte an:

Frau Sabrina Zurwesten, Geschäftsführerin Kamikaze Munich GmbH

Email: mail@kamikaze-munich.de

Wohin mit dem Numerus Clausus?

07. April 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Abitur, Erstsemester und Studienbeginn, Karriere, Studium

Nachdem unser Gesundheitsminister das Thema gerade angesprochen hat, möchte ich heute mal auf den allseits verhassten Numerus Clausus eingehen. Aufgrund des anstehenden Ärztemangels wurde ja die Forderung erhoben den NC abzuschaffen. Sicher ist: Mit seiner These, dass ein 1,0 Abi noch keinen guten Arzt garantiert, bzw. ein 3,0 Durchschnitt noch niemanden als Versager klassifiziert, hat er wohl recht. Auch die hohen Zahlen an Studienabbrechern, egal ob im Medizinstudium, bei den Juristen , BWLern, Psychologen und wo nicht noch überall, zeigen, dass kein NC dies verhindern kann. Nur weil man einen der begehrten Studienplätze errungen hat, heißt das noch lange nicht, dass auch jeder sein Studium eiskalt durchzieht, ganz egal, ob es ihm zusagt oder nicht. Im Zuge eines sich immer weiter verschärfenden Wettbewerbs um Studienplätze (siehe doppelter Jahrgang, der bald seinen Abschluss macht), wäre es an der Zeit, stärker um seine Studenten zu werben. Und bitte nicht nur um die Einserschüler! Nur weil man schlecht in Bio und Sport und vielleicht Physik war, disqualifiziert das doch noch niemanden Psychologie zu studieren.
Immerhin haben die Unis den Trend erkannt, indem verstärkt auf Auswahlprozesse durch Wissens- und Einstufungstests gesetzt wird. Auch wurden längst Reformen durchgesetzt, nach denen die Hochschulen sich ihre Studenten selber aussuchen dürfen.
Da erscheint doch der Numerus Clausus als Relikt einer längst vergangenen Epoche. Ihn abzuschaffen wäre wirklich keine Schande und sollte nicht nur für das Fach Medizin diskutiert werden. Die verantwortlichen Kultusminister der Länder sehen das derzeit leider noch etwas anders.
Neben den Studenten würden sich über eine Abschaffung des NC vor allem die Österreicher freuen, die sich schon seit längerem von deutschen NC-Flüchtlingen überrannt fühlen.

Abgaben über Abgaben

26. März 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Allgemeines, Finanzierung, Studium

In seinem Urteil zur Zweitwohnsteuer von Studenten hat das Bundesverfassungsgericht jetzt eine Entscheidung gefällt. Geklagt hatte ein Student, der noch bei seinem Eltern gemeldet war und an seinem Studienort einen Zweitwohnsitz angemeldet hatte.
Das Problem vieler Studenten, die diese Lösung bevorzugen, ist, dass einige deutsche Städte auch für Studenten eine Steuer auf Zweitwohnungen erheben. Während die vorhergehenden Urteile der Verwaltungsgerichte keine übereinstimmenden Entscheidungen fällten, sorgt das Urteil des BVerfG jetzt für Klarheit: Die Zweitwohnsteuer ist rechtens.
Auch weiterhin gilt also, sich vorher ausreichend zu informieren, ob die jeweilige Unistadt diese Abgabe verlangt und sich gegebenfalls vollständig umzumelden, um keine Abgabe für die Zweitwohnung zahlen zu müssen.

Neues auf studilux

24. März 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Abitur, Allgemeines, Entwicklung, Karriere, Praktikum und Job, Studium, studilux-News

Es ist Euch sicher schon aufgefallen, aber vorsichtshalber erwähne ich es hier trotzdem noch einmal ;)
Seit Neuestem bieten wir Euch noch mehr die Gelegenheit, Euch auf studilux einzubringen. Dazu könnt ihr Euch in unserem Forum zu Artikeln auf studilux äußern, miteinander diskutieren, Kritik aber natürlich auch Lob anbringen. :D
Doch das ist natürlich noch nicht alles: Unser Schwarzes Brett bietet Euch die Möglichkeit, Inserate aufzugeben, z.B. wenn Ihr einen neuen Mitbewohner in Eurer WG sucht, ein Praktikum braucht, eine Mitfahrgelegenheit sucht oder einfach nur über die Uni, Bücher oder Sport quatschen wollt.
Also: Haut in die Tasten und viel Spaß!!!!

Altes Leid BAföG

23. März 2010, Kommentar (1) Von: Simone Kategorie: Allgemeines, Finanzierung

Nachdem die Süddeutsche Zeitung vergangene Woche darüber geschrieben hat, dass 99% der BAföG Anträge fehlerhaft sind, halte ich es doch für kurz erwähnenswert, dass ein Normenkontrollrat der Bundesregierung nun Besserung bei den BAföG Ämtern gelobt.
So müssen in Zukunft die Mietkosten nicht mehr einzeln nachgewiesen werden und auch die Antragsformulare sollen verständlicher formuliert werden.
Wenn es dann noch irgendwann einmal möglich sein sollte, seinen Antrag online einzureichen, kann man hoffen, dass dann auch die Bearbeitungszeit von manchmal bis zu sechs Monaten sich etwas verkürzt.

Neu im Team

16. März 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Allgemeines, Team, starting up

Heute möchte ich einmal kurz die Gelgenheit nutzen, um auf unser neues Teammitglied Phil Petracco aufmerksam zu machen, der in unserer Online-Redaktion mitarbeitet und studilux.de mit neuem Content bereichert.
Ich kann euch daher auch nur seinen neusten Artikel “Die Universität als Marmeladenfabrik” ans Herz legen, in dem es kurz gesagt um die Abkehr vom Primat der Wissenschaft und Wendung hin zum Wirtschaftswachstum als Ziel der Bildung geht.
Im Namen unseres ganzen Teams also: Herzlich Willkommen und wir freuen uns auf weitere spannende und anspruchsvolle Artikel von dir!

Was Studien so nicht sagen

11. März 2010, Kein Kommentar → Von: Simone Kategorie: Entwicklung, Erstsemester und Studienbeginn, Karriere, Studium

In Zeiten, in denen Studenten auf die Straße gehen, um gegen Studiengebühren und Studienreformen zu demonstrieren, sollte man meinen, die Zahlen der neu angemeldeten Studenten würden eher sinken. Anscheinend sind die Meldungen über besetzte Hörsäle und ein wachsendes Arbeitspensum gestresster Studenten aber doch nicht so abschreckend, wie eine neue Befragung des HIS zeigt.
Demnach ist der Trend sinkender Studierquoten gestoppt und auch Abiturienten aus “hochschulfernen Elternhäusern” immatrikulieren sich vermehrt.
Dass sich damit die immer wieder bemängelten herkunftsspezifischen Unterschiede an den Hochschulen verringern, ist natürlich eine schöne Nachricht. Die Gründe, wieso das so ist, wurden aber nicht untersucht.

Es ist nicht schwer, einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrise, Zukunftängsten und wachsendem Leistungsdruck, sich in der Gesellschaft zu behaupten, auszumachen. Schließlich ist es unmöglich, den Debatten über unzumutbar niedrige Gehälter, nahe dem Hartz IV Niveau und laufenden Horrorszenarien über Dauerarbeitslosigkeit und Armut im Alter zu entgehen.
Und ganz ehrlich, es ist nicht schön, sich an seiner Abiturfeier in einer Rede vom Schuldirektor anhören zu müssen, wie düster unsere Zukunftsaussichten sind!

Geht diese Entwicklung mit gutausgebildeten Akademikern und hochmotiviertem Spitzenpersonal einher, ist ja alles wunderbar! Die Berichte von überforderten Studenten, die sich dem wachsenden Druck nicht mehr gewachsen sehen und psychische Probleme bekommen, zeigen aber ein ganz anderes Bild auf.