BAFöG: Ein Antrag auf mehr Unterstützung
Nachdem Simone bereits ein paar Mal über das BAFöG gebloggt hat, weist der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde auf die Verortung des BAFöG im Förderungssystem hin: das BAFöG spiele eine absolute Schlüsselrolle bei der Unterstützung von einkommensschwachen Studenten. Vor allem weist Meyer auf der Heyde darauf hin, dass die Gelder die mit einem Stipendiensystem verteilt werden, oft nicht die Studenten erreichen, die Unterstützung im Studium wirklich nötig hätten.
Ich denke, hier wird ein wichtiger Aspekt angesprochen, der gewissermaßen einen blinden Fleck im Stipendiensystem aufzeigt. Jene Studenten, die hervorragende Leistungen bringen und somit für Stipendien in Frage kommen, sind mit überwältigender Mehrheit nicht diejenigen, die wirkliche finanzielle Hilfe benötigen. Hier gibt es sicherlich auch Ausnahmen, aber es scheint offensichtlich, dass mit der Mehrbelastung durch die Studiengebühren ein Stipendiensystem aufgebaut werden müsste, dass mehr als nur „Ausnahmen“ abdeckt.
Es darf nicht vernachlässigt werden, dass sehr gute Leistungen oder auch besonderes Engagement Zeit benötigt. Zeit, die von den ein oder zwei Nebenjobs aufgefressen wird, mit denen sich der/die Student/in das Studium finanziert.
Es kann also nicht sein, dass immer nur auf Stipendien verwiesen wird, wenn es um die Finanzierung des Studiums geht. Wichtiger als die schlichte Existenz einer Unterstützungsmöglichkeit ist die Frage, wen diese überhaupt erreicht.


